Sarah Wellbrock (geb. Köhler)

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Olympiamedaillengewinnerin, Weltmeisterin und Rechtsanwältin für Sportrecht

Sarah Wellbrock verbindet zwei außergewöhnliche Karrieren: internationalen Spitzensport und anspruchsvolle juristische Arbeit. Beide verlangen höchste Konzentration, Ausdauer, mentale Stärke und die Fähigkeit, auch unter Druck klare Entscheidungen zu treffen.

Unter ihrem Geburtsnamen Sarah Köhler wurde sie früh als großes Schwimmtalent entdeckt und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten deutschen Langstreckenschwimmerinnen. 2019 wurde sie in Südkorea Vizeweltmeisterin über 1.500 Meter Freistil – auf jener Strecke, auf der sie auch lange Zeit den deutschen Langbahnrekord hielt. Wenige Monate später stellte sie bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin über dieselbe Distanz in 15:18,01 Minuten einen neuen Weltrekord auf. Im selben Jahr wurde sie als Hessens „Sportlerin des Jahres“ ausgezeichnet.

Den emotionalen Höhepunkt ihrer Karriere erlebte sie bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio: Mit Bronze über 1.500 Meter Freistil gewann sie die erste deutsche olympische Medaille im Beckenschwimmen seit 13 Jahren.

Parallel zu ihrer sportlichen Laufbahn studierte Sarah Wellbrock Rechtswissenschaften. Im Sommer 2025 absolvierte sie ihr zweites Staatsexamen, seit Oktober 2025 ist sie als Rechtsanwältin zugelassen. Heute arbeitet sie als Juristin beim Deutschen Olympischen Sportbund in Frankfurt am Main, zudem ist sie auch selbstständig als Rechtsanwältin tätig und verstärkt eine Kanzlei in Frankfurt im Bereich Sportrecht. Ehrenamtlich engagiert sie sich als Vizepräsidentin Recht des Hessischen Schwimm-Verbandes.

Als Rechtsanwältin verbindet Sarah Wellbrock juristische Expertise im Sport-, Zivil-, Verbands- und Schiedsrecht mit persönlichen Erfahrungen aus dem internationalen Spitzensport. Sie kennt die Herausforderungen von Athletinnen und Athleten ebenso wie die Strukturen und Anforderungen von Vereinen und Verbänden.

Neben ihrer juristischen Tätigkeit hält Sarah Wellbrock Vorträge für Unternehmen. Darin spricht sie über mentale Stärke, Leistungsdruck, Zielorientierung und den Mut zur Veränderung. Ihre besondere Stärke liegt dabei in der glaubwürdigen Verbindung zweier Welten: der Entschlossenheit einer Weltklasseathletin und der Präzision einer Juristin.

Vita

Seit 2025 Rechtsanwältin und als Juristin beim DOSB beschäftigt

2025: 2. Staatsexamen, seither Volljuristin

2014: Beginn des Jura-Studiums

2014: Abitur an der Elitesportschule Heidelberg

1994: Geboren in Hanau (Hessen)

2021: Olympische Spiele in Tokio, Bronze über 1.500 m Freistil

2019: Weltrekord auf der Kurzbahn über 1.500 m Freistil in 15:18,01 min.

2019: Deutsche Kurzbahn- Meisterschaften in Berlin: Gold über 800 m, Gold über 1500 m und Silber über 400 m Freistil

2019: WM in Gwangju / Südkorea:  Silber über 1.500 m, Staffel-Gold über 4 x 1,25 km Freiwasser, Platz 4 über 800 m Freistil

2018: EM in Glasgow / Schottland: Silber über 1.500 m, Staffel-Silber über 4 x 1,25 km Freiwasser, Staffel-Bronze über 4 x 200 m Freistil

2018: Kurzbahn WM in Hangzhou / China: Platz 5 über 800 m, Platz 7 über 400 m Freistil

2017: Kurzbahn-EM in Kopenhagen: Gold über 800 m und Silber über 400 m Freistil

2017: Universiade in Taipeh / Taiwan: Gold über 400 m, Silber über 800 m und Silber über 1.500 m Freistil

2016: Olympische Spiele in Rio / Brasilien: Platz 8 über 800 m Freistil

2014: Kurzbahn-WM in Doha / Katar: Platz 5 über 800 m und Platz 11 über 400 m Freistil

2014: EM in Berlin: Platz 7 über 800 m und Platz 9 über 400 m Freistil

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